Schule Global-Regionaltreffen in Osnabrück: Austausch zu Kommunikation, Perspektiven und Vielfalt

Schule Global-Regionaltreffen Osnabrück

Am 18. Juni trafen sich sechs Lehrkräfte aus drei Schule Global-Schulen zu einem Regionaltreffen in Osnabrück. Im Mittelpunkt standen der gemeinsame Austausch, neue Impulse für den Unterricht sowie die Vernetzung der beteiligten Schulen.

Nach einer Ankommens- und Kennenlernphase startete das Treffen mit der Übung „Irgendetwas stimmt hier nicht“. In dieser Simulation setzten sich die Teilnehmenden mit ungewohnten Formen nonverbaler Kommunikation auseinander. Unterschiedliche Verhaltensweisen wie variierende Distanzzonen, fehlender oder intensiver Blickkontakt führten zu Irritationen und boten Anlass, über Erwartungen, Gefühle und Bewertungen in Gesprächssituationen zu reflektieren. Gemeinsam diskutierten die Lehrkräfte, wo solche Situationen im Schulalltag auftreten können und wie ein konstruktiver Umgang damit gelingen kann.

Darüber hinaus wurde erarbeitet, wie die Übung in den eigenen Klassen eingesetzt werden kann. Themen waren unter anderem der sensible Umgang mit möglichen Irritationen, die Bedeutung von Ich-Botschaften sowie die Frage, wie unterschiedliche Kommunikationsstile wahrgenommen werden. Die Lehrkräfte entwickelten zudem Ideen für weiterführende Unterrichtseinheiten, beispielsweise zu den Themen Kommunikation, interkulturelle Kommunikation, Wahrnehmung und Perspektivwechsel.

Im Anschluss stand die Übung „Weltkarten zeichnen“ auf dem Programm. Die Teilnehmenden erhielten die Aufgabe, innerhalb kurzer Zeit eine Weltkarte aus dem Gedächtnis zu skizzieren. Bereits während des Zeichnens wurde deutlich, wie stark Wahrnehmung, kulturelle Prägung und Perspektiven die eigene Sicht auf die Welt beeinflussen. Die anschließende Auswertung führte schnell zu Diskussionen über Ethnozentrismus, unterschiedliche Darstellungen der Welt und vermeintliche Verzerrungen in Kartenbildern.

Beim anschließenden Brainstorming tauschten sich die Lehrkräfte darüber aus, wie Vielfalt an ihren Schulen bereits sichtbar gemacht wird. Während zunächst der Eindruck entstand, dass es nur wenige Maßnahmen gebe, füllte sich die Tafel im Laufe des Austauschs mit zahlreichen bestehenden Projekten, aktuellen Vorhaben und Ideen für die Zukunft. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig das Engagement an den Schulen bereits ist und welches Potenzial für weitere Entwicklungen besteht.

Den Abschluss des Regionaltreffens bildete ein gemeinsames Abendessen, bei dem die Teilnehmenden die Gelegenheit nutzten, ihre Gespräche fortzusetzen, Erfahrungen auszutauschen und bestehende Netzwerke weiter auszubauen.

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